Das Grundprinzip der Permakultur ist ein ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften mit allen Ressourcen.
Permakulturell gestaltete Lebensräume werden als Systeme verstanden, in denen Menschen, Tiere und Pflanzen so zusammenwirken, dass die Systeme langfristig funktionieren und die Bedürfnisse aller Elemente möglichst erfüllt werden. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf den einzelnen Bestandteilen, sondern insbesondere auf ihren Beziehungen und deren optimaler Nutzung für den Aufbau produktiver, stabiler Systeme.
Ziel der Permakultur ist es, ein selbstregulierendes System zu schaffen, das nur minimale Eingriffe benötigt, um dauerhaft in einem dynamischen Gleichgewicht zu bleiben. Kurzfristige Bedürfnisse werden dabei gleichwertig zu den Interessen nachfolgender Generationen betrachtet. Das System soll stets produktive Vielfalt und Anpassungsfähigkeit bewahren – orientiert an den natürlichen Selbstregulationsprozessen von Wäldern, Seen und Ozeanen.
Ursprünglich wurde Permakultur von Bill Mollison und David Holmgren für die Landwirtschaft entwickelt. Durch die sogenannten Design-Prinzipien – zwölf funktionale Gestaltungsgrundsätze – hat sich Permakultur inzwischen zu einem vielseitig anwendbaren Denkprinzip entwickelt. Heute findet sie Einsatz in Architektur, Stadt- und Regionalplanung, Energieversorgung sowie in kooperativen Wirtschaftsmodellen.